SPD Malsburg-Marzell

Einigkeit in der Einschätzung

Kreistagsfraktion

LIGA und SPD stellen fest: Corona-Pandemie bringt zusätzliche soziale Herausforderungen und Lasten

Im digitalen Format diskutierten Vertreter der LIGA der Sozialverbände mit der SPD-Kreistagsfraktion die Folgen der Corona-Pandemie auf die Gesellschaft und die sozialen Auswirkungen auf die Lebenssituation im Landkreis. Karin Racke vom Diakonischen Werk Lörrach und Ina Pietschmann von der Arbeiterwohlfahrt Lörrach berichteten über zusätzliche Beratungserfordernisse, die allen sozialen Organisationen, insbesondere in Zeiten des Lockdowns, zusätzlich gestellt werden. 

Die erforderlichen Beratungsangebote betreffen alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens: Menschen in existentiellen Krisen und sozialen Notlagen, durch die Problematik zunehmender Vereinsamung, weil wichtige Begegnungsmöglichkeiten fehlen, sowohl für Junge als auch im Besonderen für ältere Menschen; für Kinder und Familien in der Homeschoolingszeit und viele weitere Erfahrungen besonderer Belastung. (bei fehlenden Betreuungsangeboten in der Jugendarbeit oder beim Homescooling). Dies löst bei allen Trägern und Einrichtungen einen hohen zusätzlichen Beratungsbedarf aus. 

Auch die Zahl der Betroffenen in Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit und die damit verbundenen Problemlagen nimmt (zahlenmäßig) zu. Die betroffenen Menschen im Landkreis können dabei auf ein gut funktionierendes, verlässliches unterstützendes System von sozialer Beratung und Hilfen im Landkreis bauen, stellten alle Beteiligten unisono fest. 

Die in den Haushaltsberatungen des Landkreises erfolgten Einsparungen wirken bezogen auf die steigenden Anforderungen daher eher kontraproduktiv. Sowohl Fraktionsvorsitzender Klaus Eberhardt als auch Jörg Lutz wiesen auf die besondere finanzielle Schieflage in den Kommunen hin. In allen Bereichen von Bildung, Kultur, Soziales, bis hin zur Kleinkindbetreuung stünden die Städte und Gemeinden vor schmerzlichen Einsparungen, insbesondere in den Jahren 2021 und 2022. 

Die erfolgte Einsparung des Landkreises in vielen Haushaltspositionen seien der Solidarität mit den Städten und Gemeinden geschuldet. Sie kann und darf aber nur eine befristete Antwort für die besondere Lage darstellen. Wegen der bereits jetzt absehbaren steigenden Zahl der Menschen, die auf Beratung und Hilfe angewiesen sein werden, brauchen die Träger entsprechende finanzielle Ressourcen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass es ein Spagat werden wird, den erhöhten Bedarf bei den freien Trägern mit den knappen finanziellen Ressourcen auf der kommunalen Seite in Einklang zu bringen. 

In den vielen Jahren haben sich die LIGA -Verbände zu einem sehr kompetenten und professionell agierenden System der Beratung und Betreuung von in Not geratenen Menschen im Landkreis entwickelt, dass es zu nutzen gilt. „Wir wissen, dass wir auf diese Beratungsstrukturen immer vertrauen und aufbauen können“, so Gabriele Weber. Die vorgenommenen Kürzungen der Zuschüsse werden zwangsläufig dazu führen, dass die Handlungsspielräume für die einzelnen Verbände der LIGA in erheblichem Umfange verringert werden. Dies sei im Hinblick auf einzelne Förderprogramme, die man gezielt für neue Themen angehen könnte, hinderlich. Gleichzeitig könnte man auch nicht den Bedürfnissen einer zunehmend nachgefragten Schuldnerberatung nachkommen. Gerade in diesen Fällen trifft die besondere Situation der Corona-Pandemie in höherem Maße. Auch bringt die verzögerte Bewilligung und Weiterbewilligung öffentlicher Hilfsgelder (z.B. Wohngeld) viele Familien in Bedrängnis.

Gleichzeitig war auch deutlich der Wunsch zu entnehmen, dass bei anstehenden sozialen Aufgaben der Landkreis in seinen Fachgruppen eine stärkere Einbindung der Verbände vollzieht und nicht zusätzliche interne (selbstständig eigene Verwaltungs-) Parallelstrukturen aufbaue. „Es gelte den Schatz der LIGA-Verbände im Landkreis zu nutzen“, so fasste Karin Racke die Einschätzung der Gesprächsteilnehmer auf den Punkt gebracht zusammen. Für die stärkere Einbindung der LIGA in künftige Sozialstrategieüberlegungen spräche auch die Erfahrung und die Orts- und Personenkenntnis, so war man sich bei der SPD-Kreistagsfraktion einig. 

Gez. Klaus Eberhardt 

Fraktionsvorsitzender

 

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